Südtirol, Gardasee und Kocher/Jagst 2020

30.08.2020


Wir starten Richtung Südtirol so gegen 09:30h um dann bei Garlstorf festzustellen, daß wir Christels Bettzeug vergessen hatten. Also fuhren wir zurück, um es zu Hause abzuholen. Damit kamen wir dann in den alltäglichen Stau vor dem Elbtunnel und die nachfolgenden zahlreichen Baustellen auf der Autobahn ließen uns auch nicht so recht vorankommen. Bei Sonnenschein und 20 °C gestartet und je weiter wir nach Süden vorankamen um so schlechter wurde das Wetter. Erst war es bedeckt und dann setzte starker Regen ein. Übernachtet haben wir auf dem Parkplatz des Schwimmbades von Köschingen bei Ingolstadt.

31.08.2020


Nach unserem Frühstück mit frischen Brötchen vom örtlichen Bäcker ging es weiter und wir erreichten das Pustertal so gegen 14:00h und wählten den Campingplatz am Toblacher See.

Toblacher See

Der Platz ist sehr schön gelegen und terrassenförmig angelegt. Nur die Brontosaurier (übergroße Wohnmobile) hatten irgendwie über einer Garageanlage die schlechtesten Plätze. Die Sanitäranlagen waren super. Da wir aber erst um 15:00h auf den Platz gelassen wurden, machten wir einen Spaziergang am See, nur um nach 20 Minuten von heftigen Regen durchnässt zu werden. Der Regen ließ etwas nach und wir konnten unseren Marco Polo halbwegs trocken campingfertig machen. Danach begann es wieder zu regnen. 12° C sind dann auch nicht besonders kuschelig. Da fing ja gut an, jedoch: Der Wetterbericht verspricht besseres Wetter.

01.09.2020


Der Morgen nach dem Regentag war trocken, aber bedeckt. Nach mehreren Ideen für die Radtour blieb für das erste eine Tour nach Sexten hängen, aber unterwegs entschieden wir uns spontan nach Lienz zu fahren. Es ging dorthin bei herrlicher Fahrradinfrastruktur fast nur bergab. In Lienz schauten wir uns die schöne Altstadt an und machten uns auf den Rückweg. Nun also ging es immer bergan bis zum Schluß. Unterwegs wurde es immer sonniger und etwas wärmer. Es ließ sich gut aushalten.
Strecke: 109km und 797 Höhenmeter.

02.09.2020


Wieder war es am Tagesanfang bedeckt, aber auch ein paar blaue Flecke waren am Himmel auszumachen. Wir starteten mit dem Ziel Bruneck und entschieden uns, schon unterwegs, ins Gseisertal abzubiegen. Eine wunderschöne Radinfrastruktur und ein ruhig gelegenes Tal erwarteten uns. Am oberen Ende wollten wir einen Weg über die Berge nach Toblach nehmen, aber die Wegebeschaffenheit ließen das als nicht ratsam erscheinen und wir fuhren den gleichen Weg zurück. Während des Tages kam immer mehr die Sonne durch.
Strecke: 56,8 km, 614 Höhenmeter.

03.09.2020
Der Blick zum Himmel verspricht einen schönen Tag und wir nehmen die Fahrräder und radeln zum Dürrensee. Aber so einfach war es diesmal nicht. Starke Regenfälle der vergangenen Woche hatten diese Auswirkung:

So mußten wir für einen Kilometer auf die doch vielbefahrene Straße. Nach kurzer Fahrstrecke erreichten wir den Dürrensee. Dort stellten wir unsere Fahrräder ab und wanderten den Weg zur Drei-Zinnen-Hütte immer bergauf.

Die Zeit, um diese zu erreichen war zu knapp und wir drehten auf halben Weg um und liefen dafür einmal um den Dürrensee.

An einer über schwemmten Stelle hieß es: Schuhe aus und durch das eiskalte Wasser. Zurück am Ausgangspunkt ging es auf dem gleichen Weg zurück.
Strecke Fahrrad: 20 km, Strecke zu Fuß: 13 km.

04.09.2020


Der Morgen startet schon mit einem wolkenfreien Himmel und wir starten den altbekannten Radweg nach Cortina d´ Ampezzo. Im Gegensatz zum Jahr 2018 hat die Oberflächenbeschaffenheit etwas gelitten,aber ist noch immer gut befahrbar und wunderschön.

Drei Zinnen mit Bilderrahmen
Radweg
Der alte Eisenbahntunnel

Diesmal fahren wir die Strecke nicht gleich zurück, sondern nehmen die Straße über den Passo Tre Croce.

Sommerfrische am Passo Tre Croce

Nach dem Lago Misurina begann eine tolle Abfahrt bis zum Dürrensee und wir schwenkten auf den Radweg zum Toplacher See ein.
Strecke: 67,4 km, 1088 Höhenmeter.

05.09.2020


Wieder strahlender Sonnenschein und fuhren mit den Rädern bis kurz vor Sexten. Es ging vorher am Bahnhof Innichen vorbei und wir sahen lange Schlangen vor der Ausleihe von Fahrrädern. Auf einem Wanderparkplatz stellten wir die Räder ab und wanderten erst mäßig an den Weidewäldern

Weideflächen mit Lärchen

und später teilweise steil bis zur Drei Schuster Hütte.

Ausblick von der Hütte

Wir kehrten ein und genossen eine sehr schmackhafte Mahlzeit: Geröstete Speckknödel mit Wildpflanzensalat und Mix aus drei Knödeln mit Spinat und rote Beete.

Zurück zu Fuß hinab und mit den Rädern zum Toblacher See.
Strecke Fahrrad 23 km, zu Fuß 15 km, Höhenmeter gesamt 617.

06.09.2020


Eigentlich wollten wir heute aufgrund angekündigter Gewitter und Regen zum Gardasee fahren, aber als wir morgens zum Himmel schauten und es eher nach heiter und wolkig ausschaute, beschlossen wir noch zu bleiben und eine überschaubare Radtour zu machen. Als Ziel nahmen wir den Pragser Wildsee ins Auge. Nicht wissend, welcher Auftrieb dort herrscht. Kurz hinter Niederndorf wurde die Radroute zum Pragser Wildsee ausgeschildert und es ging gut bergan. Meist neben der Hauptstraße und schön, aber auch ein ganzes Stück auf der Hauptstraße, die aber nur mäßig befahren war. Das hat uns irgendwie gewundert bei dem Auftrieb am See. Vom See sind wir eine heftige Schotterpiste zur Grünwaldalm hinauf geradelt. Es gab schöne Hirtennudeln und einen Apfelstrudel mit Vanillesauce. Lecker.
Strecke: 41,2 km, 732 Höhenmeter.

07.09.2020


Der Blick zum Himmel bestätigt die Wettervorhersage: Kühl, regnerisch. Wir packen den Wagen und fahren zum Campingplatz ArcoLido in Torbole am Gardasee. Dort ist es auch noch wolkig, aber ein bischen ist die Sonne zu sehen. Die Temperatur
ist immerhin so ca. 23°C.

08.09.2020


Entsprechend der Wettervorhersage ist es sonnig und die Temperatur wird im Laufe des Tages auf gut 27°C steigen. Wir planten die Seilbahn (Fahrradmitnahme) in Malcesine zu nutzen und dort über Mori zurückzuradeln. Pustekuchen: Eine lange Schlange vor dem Zutritt und Fahrradmitnahme erst nach 15:00h. Es hieß umplanen. Wir fuhren weiter Richtung Süden auf der ätzenden Gardesena bis Castello di Brenzone und zweigten auf die Straße nach Prada ab. Unten war eine Hinweistafel angebracht: Keine Lkw und Wohnmobile, Steigung zwischen 13% und 20% über 10km. Und so war es auch. 20 Kehren, sind nummeriert, ständig in den angekündigten Steigungen. Oben erwartete uns ein schöner Rastplatz und eine atemberaubende sehr schmale Durchfahrt an einer Steilwand mit Blick zum Gardasee. Unbezahlbar.

Die Warnung ist berechtigt

Weiter ging es auf breiter uns besser ausgebauter Straße nach Prada Alta mit schönen Abfahrten nach Castelletto di Brenzone am Gardasee. Von dort dann nch Torbole zurück.
Strecke: 79,3 km, 1.314 Höhenmeter

09.09.2020


Weiter geht´s mit dem schönen Wetter. Christel plante heute die Tour und los ging es. Auf einer schönen und gut ausgeschilderten Radroute bis Sarche.

Weiter an einer schönen Schlucht abseits der Straße nach Tione. Die alte und schmale Straße wurde zu einer wunderbaren Radroute ausgebaut.

Auf der weiteren Strecke verpaßten wir die Radroutenabzweigung und mußten durch einen eklig befahrenen Tunnel. Die Beschilderung der Radrouten ist teilweise dürftig, aber meistens fanden wir sie doch. Von Tione fuhren wir weiter nach Storo. Richtung Riva del Garda strampelten wir mit den letzten Stromreserven noch über den Pass und nach dem Lago di Ledro ging es steil bergab zum Gardasee. Wunderschön mit tollen Ausblicken, wenn auch es auf dem letzten Metern eines Fullys bedurft hätte.

Dort hinunter geht es zum Gardasee

Die Strecke an der Festung vorbei war stark ausgewaschen und steinig. Einige Mountainbiker überholten uns, während wir eher auf der Bremse standen.
Strecke: 119,5 km, 1.449 Höhenmeter

10.09.2020


Nach der Tour gestern soll es heute ein Sommertag am See werden. Wir gehen zu Fuß am Strand nach Riva del Garda und schauten uns in der Stadt ein wenig um. Wir nennen das Kulturbummel. Am Ende der Stadt nach einigen hundert Metern auf der Schotterpiste zum Lago di Ledro ist eine alte Festung. Die hatten wir schon am Vortag im Vorbeifahren bemerkt, aber da es schon spät war, hielten wir nicht an. Nach der Besichtigung und ein Eis essen in Riva kehrten wir zurück.

11.09.2020

Immer noch Hochsommer am Gardasee und auf Empfehlung unseres Campingnachbarn radelten wir auf der Westseite der Gardesana durch die ganzen Tunnels und Galerien bis Limone. Dort ging es steil hinauf nach Vésiound

und von dort herunter und hinauf und wieder runter nach Tignale an der Gardesana. Und zurück nach Torbole wieder durch die Tunnels und Galerien.
Strecke: 69,7 km, 1.090 Höhenmeter.

12.09.2020

Zum Abschluß unseres Aufenthaltes am Gardasee radelten wir zuerst über die schöne Radroute nach Serche.

Links ab ging es wieder die Rampe hoch Richtung Tione di Trento um an der tollen Radroute an den Felsen vorbei auf der alten Straße bis nach Terme di Comano.

Danach wollten wir den Einstieg für die Umfahrung der folgenden ekligen Tunnels finden. Fanden wir zuerst nicht und drehten um. Auf dem Rückweg fanden wir eine Möglichkeit, probierten sie aber nicht aus und fuhren ganz zurück.
Strecke: 77,7 km, 672 Höhenmeter.

13.09.2020


Nun haben wir sechs Tage am Gardasee verbracht und die Wettervorhersage verspricht einen schönen Spätsommer in Deutschland. Das wollen wir nutzen und schon der Heimat ein bischen näher zu kommen. Wir fahren mit unserem Campingbus nach Braunsberg an der Kocher und platzieren uns auf dem dortigen Campingplatz.

14.09.2020

Der Morgen ist recht kühl und ganz früh schon ein wenig nebelig. Aber der lichtete sich sehr schnell und die Temperatur stieg schnell an. Mit den Rädern fahren wir am Kocher-Jagst-Radweg flussabwärts über Künzelsau bis Ingelfingen.

Von dort über die Hügel ging es nach Marlach an der Jagst. Bis nach Langenburg radelten wir den anderen Teil des Kocher-Jagst-Radwegs bevor wir wieder hoch über den Hügeln nach Braunsberg zurückfuhren.
Strecke: 79,8 km, 814 Höhenmeter.

15.09.2020


Heute bleiben unsere Fahrräder einfach mal stehen und wir übernehmen einen Wandervorschlag als Rundweg von der Gemeinde Braunsbach. Auf und ab geht es auf der einen Kochertalseite bis kurz nach Geislingen und auf der anderen Seite zurück. Es war sehr warm und beim Wandern fehlt einfach der kühlende Fahrtwind.
Strecke: 12 km.

16.9.2020


Schwäbisch Hall soll eine hübsche mittelalterlich geprägte Stadt sein. Wir wollen das prüfen. Über den Kocher-Jagst-Radweg wären es nur 13 km, aber es ist zu wenig für den Tag.

Wir bauen es in eine Rundtour über Geislingen, Vellberg mit wunderschöner Burganlage:

Bühlertann und Schwäbisch Hall

zurück.
Strecke: 80,5 km, 958 Höhenmeter

17.09.2020


Es ist Abfahrtag, aber vorher nahmen wir noch einmal den Radweg an der Kocher bis Künzelsau und zurück. Anschließend bestiegen wir den gepackten Camper und fuhren bis nach Hause durch. Unser eigentlicher Nachtstop kurz vor Kassel erreichten wir so früh, daß wir ihn ausfallen ließen.
Strecke: 37,8 km

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